Präambel

Die Mitglieder des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften

– geleitet von der gemeinsamen Überzeugung, dem Islam, insbesondere seiner Moral und Ethik, unterworfen zu sein,

– einig darin, das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und das Recht zu respektieren,

– in der gemeinsamen Absicht, den interkulturellen, interreligiösen und intertheologischen Dialog zu pflegen und sich für eine konstruktive Kooperation zum Wohl der Gesellschaft einzusetzen,

geben sich folgende Satzung:

 

§ 1 Name, Sitz und Rechtsfähigkeit 

1.   Der Name lautet ,,Deutsches Institut für Islamwissenschaften“.

2.   Sitz und Gerichtsstand ist Rüsselsheim.

3.   Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden.

 

§ 2 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 3 Zielsetzung

 

Pflege und Lehre der Disziplinen der Islamwissenschaften und der islamischen Philosophie.
Erstellung von islamwissenschaftlichen Expertisen/Fatwas.
Das Deutsche Institut für Islamwissenschaften kann Träger von Einrichtungen sein, wie z. B. Schulen und Aus- und Weiterbildungseinrichtungen.
Das Deutsche Institut für Islamwissenschaften verwirklicht seine Ziele insbesondere durch Aus- und Weiterbildungsangebote im Fach „Islamwissenschaften“ und durch Schulungen, Seminare und Tagungen zu islamischen und islamwissenschaftlichen Themen.

§ 4 Gemeinnützigkeit

1.   Das Deutsche Institut für Islamwissenschaften verfolgt ausschließlich und unmittelbar religiöse Zwecke im Sinne des Abschnittes „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

      Das Deutsche Institut für Islamwissenschaften ist selbstlos tätig. Sie verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke.

2.   Mittel des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden.

      Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften.

      Keine Person darf durch Verwaltungsausgaben, die den Zwecken des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Bei einem Ausscheiden oder bei Auflösung des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften haben die Mitglieder keinerlei Anspruch auf das Vermögen des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften.

 

§ 5 Mitgliedschaft

1.   Mitglieder des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften können alle volljährigen, geschäftsfähigen und natürlichen Personen werden, die sich zum Islam bekennen und sich mit den Themen der Islamwissenschaften beschäftigen.

2.   Die Mitgliedschaft wird schriftlich beim Vorstand beantragt. Über Mitgliedschaftsanträge entscheidet der Vorstand mit einfacher Mehrheit. Die Mitgliedschaft kann ohne Angabe von Gründen abgelehnt werden.

3.   Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, Ausschluß oder Tod. Jedes Mitglied ist berechtigt, ohne Angabe von Gründen auszutreten. Die Austrittserklärung ist dem Vorstand gegenüber schriftlich abzugeben.

4.   Der Ausschluß erfolgt durch Beschluß des Vorstands, wenn ein Mitglied in grober Weise gegen die islamische Lehre, gegen diese Satzung, gegen die Interessen, Beschlüsse und Anordnungen des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften verstößt.

      Einem Mitglied ist, wenn es ausgeschlossen werden soll, zuvor Gelegenheit zu geben, dazu vor dem Vorstand Stellung zu nehmen. Der Ausschluß kann durch den Vorstand oder ein Mitglied beantragt werden und bedarf einer 2/3 Mehrheit der Mitgliederversammlung.

§ 6 Organe des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften

Organe des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften sind:

1.   die Mitgliederversammlung (MV)

2.   der Vorstand 

§ 7 Mitgliederversammlung

1.   Die Mitgliederversammlung (MV) ist das höchste Organ des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften. Ihr gehören die Mitglieder an.

Die MV hält jährlich mindestens eine reguläre Sitzung ab.

2.   Jede MV wird vom Vorstand einberufen. Die schriftlichen Einladungen zu einer ordentlichen MV erfolgen mit einer Frist von drei Wochen und unter Angabe der vorgesehenen Tagesordnung.

3.   Die MV ist beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte ihrer Mitglieder anwesend ist. Ist die MV nicht beschlußfähig, ist der Vorstand berechtigt, erneut eine MV zu einem weiteren Termin mit einer Frist von zwei Wochen einzuberufen. Diese Sitzung ist dann ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlußfähig.

4.   Auf Verlangen von 1/3 der Mitglieder ist die MV zusätzlich und unverzüglich auch zu außerordentlichen Versammlungen einzuberufen. Bei außerordentlichen Versammlungen sind auch die Gründe in der Einladung mitzuteilen.

5.   Beschlüsse der MV werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefaßt. Beschlüsse über Änderungen der Satzung, Änderungen der Zielsetzung des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften und seine Auflösung bedürfen einer Mehrheit von 2/3 der anwesenden Mitglieder.

6.   Die MV hat insbesondere folgende Aufgaben:

      a) Sie faßt Beschlüsse über die Projekte und Aktivitäten,

      b) sie ordnet die Richtlinien des Haushaltes und beschließt den Haushaltsplan,

c) sie wählt und entläßt den Vorstand,

      d) sie beschließt über die Jahresrechnung und erteilt dem Vorstand Entlastung,

      e) sie entscheidet über Satzungsänderungen und über die Auflösung des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften,

      f) sie beschließt über die Beauftragung von Abschlußprüfern,

      g) sie beschließt über die satzungsgemäße Verwendung der Mittel des Instituts,

7.   Der Vorsitzende des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften leitet die MV. Der Sekretär führt über jede Sitzung ein Protokoll, das von beiden unterzeichnet und bei der nächsten MV zur Genehmigung vorgelegt wird.

§ 8 Vorstand 

1.   Der Vorstand besteht aus:

·                dem Vorsitzenden,

·                dem Sekretär,

·                dem Kassenführer,

Die Besetzung der Ämter im Vorstand ist unabhängig von der Zugehörigkeit zu einer Nationalität, Rasse, Hautfarbe oder Geschlecht.

2.   Die Vorstandsmitglieder bilden zugleich den Vorstand gemäß § 26 BGB.

      Jeweils zwei von ihnen sind gemeinsam handelnd vertretungsberechtigt, von denen einer ein Vorsitzender sein muß.

3.   Die Mitglieder des Vorstandes werden von der MV mit einfacher Mehrheit der Anwesenden gewählt. Die Mitglieder des Vorstands bleiben jeweils bis zur Neuwahl im Amt. Scheidet im Laufe der Amtsdauer ein Mitglied des Vorstandes aus, findet bei der nächsten darauffolgenden MV eine Ersatzwahl statt. Tritt der Vorsitzende zurück, bestimmt der Vorstand aus seiner Mitte eine amtierende Person.  Die MV soll innerhalb von vier Monaten einen Ersatz wählen.

4.   Der Vorstand oder einzelne Vorstandsmitglieder können mit einer Mehrheit von 2/3 der MV vorzeitig abberufen werden.

5.   Dem Vorstand obliegt die Ausführung der Beschlüsse der MV und nach Maßgabe der Beschlüsse der MV die Verwaltung des Vereinsvermögens. Im Übrigen ist er für die Geschäftsführung verantwortlich.

6.   Der Vorstand ist beschlußfähig, wenn zwei seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse müssen einstimmig gefaßt werden.

§ 9 Einnahmen und Ausgaben

1. Die Einnahmen des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften bestehen hauptsächlich aus:
Spenden der Mitglieder, Spenden und Stiftungen von Nicht-Mitgliedern, die nicht an Bedingungen geknüpft sind, die zu den Zielen des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften im Widerspruch stehen oder seine Aktivitäten beeinträchtigen. Ob das der Fall ist, entscheidet der Vorstand.
Schulungs-, Studien-, Seminar- und Tagungsgebühren
2. Der Vorstand ist für die ordnungsgemäße Buchführung verantwortlich. In finanziellen Angelegenheiten ist der Vorsitzende allein unterschriftsberechtigt.

§ 10 Kassenprüfung

Für die Kassen- und Rechnungsprüfung wählt die MV Abschlußprüfer. Sie haben dem Vorstand und der MV zu berichten. Der Kassen- und Rechnungsprüfungsbericht ist schriftlich niederzulegen und für jedes Mitglied einsehbar zu halten.

§ 11 Schlußbestimmungen

1.   Die Auflösung des Deutschen Instituts für Islamwissenschaften erfolgt durch Beschluss der MV mit 2/3 Mehrheit.

2.   Falls der Verein sich auflöst oder der Vereinszweck entfällt, ist das vorhandene Vermögen nach Abzug der Verbindlichkeiten einer als gemeinnützig im Sinne der §§ 51 ff AO anerkannten islamwissenschaftlichen Institution zu übertragen, die in der Beschlußfassung über die Auflösung zu bestimmen ist und sicherzustellen hat, daß das Vermögen ebenfalls ausschließlich und unmittelbar religiösen Zwecken i.S. dieser Satzung zugute kommt. Zu diesem Zweck soll das Vermögen für Zwecke der in § 3 genannten Art verwendet werden.

3.   Vor dem vorbezeichneten Beschluß soll durch Anfrage bei dem zuständigen Finanzamt geklärt werden, dass dort Bedenken gegen die beabsichtigte Übertragung auf die in Aussicht genommene islamische Institution nicht bestehen.

§ 12 Inkrafttreten der Satzung

Die Satzung tritt am 01. März 2003 in Kraft.